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Paracas, Ballestas-Inseln, Ica und Nasca


Das Nationalreservat Paracas ist das einzige Reservat an der peruanischen Küste. Wunderschöne Strände, Salzflächen, die Ballestas-Inseln mit den bizarren Felsformationen und eines der reichsten Meere der Welt sind hier zu finden. Es dient als Schutzraum für Seelöwen, See-Elefanten, Pinguine, Delphine, Flamingos und mehr als zweihundert weiteren Vogelarten. Selbst Kondore, die von Anden her «zu Besuch» kommen, sind hier anzutreffen.

Hier entwickelte sich um 600 vor Christus die Paracas-Kultur, von der vor allem die nur vom Meer aus sichtbare Figur des «Leuchters» zeugt, die in den Wüstensand eines Bergabhangs eingearbeitet ist, der nur vom Meer aus sichtbar ist.

Im wüsten Küstenstreifen 500 km südlich von Lima befindet sich die Stadt Nasca, Zentrum der einstigen Nasca-Kultur, die noch vor den Inkas ihren Höhepunkt erreichte. Zahlreiche Zeugnisse des hohen Kulturstandes sind noch heute erhalten, z.B. die Ruinen von Cahuachi, die Begräbnisstätte Chauchilla, die unterirdischen Wasserkanäle von Cantalloc und vor allem die gigantischen und geheimnisvollen Nasca-Linien.

Die Nasca-Linien sind leicht in den Wüstenboden eingearbeitet. Sie stellen geometrische Formen (Dreiecke, Trapeze, Spiralen), Tiere (Affe, Spinne, Vogel, Eidechse, Kolibri, Fisch), Pflanzen oder auch Menschen dar. Die grösste Figur erreicht eine Länge von 285 m. Von der Erde aus sind sie kaum wahrzunehmen, nur aus der Luft sind sie richtig zu erkennen. Ihre Bedeutung ist bis heute unklar und hat Anlass zu mannigfaltigen Theorien gegeben, z.B. astronomischer Kalender, Landeplatz für außerirdische Wesen, mysthisch-magische Bedeutung, Anbetung des so knappen und kostbaren Wassers. 

Die Deutsche Maria Reiche hat ihr ganzes Leben der Entschlüsselung der Geheimnisse dieser Linien gewidmet. Ihre Arbeit und Hinterlassenschaft bildet den Grundstock für das Museum, das ihren Namen trägt.

Reiseprogramme Paracas, Ballestas-Inseln, Ica und Nasca

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